Der Dialog im November 2017.

In Kooperation mit dem Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Berlin. 

 

Die kleinen und mittelständischen Unternehmen sind das Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Über 58% aller Beschäftigten arbeiten hier, 35% des Umsatzes und immerhin 17% des Exports gehen auf das Konto der mittelständischen Betriebe. Auch bei der Digitalisierung ihrer Geschäftsmodelle sind viele Unternehmen schon weit vorangekommen. Andere suchen noch nach dem richtigen Weg.

 

Doch eines ist klar: In Deutschland kann die digitale Transformation nur gelingen, wenn der Mittelstand vorangeht. Dafür ist es wichtig, die Digitalisierung nicht nur als technische Disziplin zu begreifen, sondern als ganzheitliche Veränderung der Produktions-, Marketing- und Vertriebsprozesse. Nur wenn wir die Chancen in den Fokus nehmen, können Geschäftsmodelle und Unternehmenskultur konsequent weiterentwickelt werden. 

Im Gespräch:
Daniel Büning | Head of Global Strategy der BigRep GmbH

 

Statement:

 

„Die Einbindung von Additiver Fertigung in eine digitale Produktionsumgebung von Mittelstandunternehmen ermöglicht neue und nachhaltige Geschäftsmodelle. Um aber die Chancen der Digitalisierung für den Mittelstand in Deutschland in Gänze zu heben, bedarf es einem drastischen Umdenken in Politik, Wirtschaft und Bildung.“

 

 

Alexandra Horn | Leiterin Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Berlin
Statement:

 

„Digitalisierung fängt idealerweise mit einem kreativen Denkprozess an. Hier steht der Mensch und das Mind-Set im Mittelpunkt. Die Angebote des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Berlin setzen daher genau an dieser Stelle an. Neues, kreatives Denken bringt neue Geschäftsmodelle hervor. Die digitale Technik kann bei der Umsetzung eine entscheidende Rolle spielen, um Prozesse effizienter zu gestalten und Vernetzungseffekte zu ermöglichen.“

Peter Dibbern | Business Development Manager der COSMO CONSULT Group

 

Statement:

 

„Begriffe wie Digitalisierung oder besser ”Digital Business Transformation” werden in der Öffentlich-keit primär als technische Herausforderungen gesehen, weshalb sich höchst selten die Führungsetagen damit beschäftigen. Das Problem dabei ist: Es geht hier nicht um die Einführung einer Software, sondern um grundlegende Veränderungen, die möglicherweise den heutigen Unternehmenszweck in Frage stellen. Die digitale Transformation beginnt nicht mit einem Evaluationsprozesseiner neuen Technologie, sondern im Kopf und zwar in dem ganz oben. Chancen (4.0) neuer Geschäftsmodelle ergeben sichnur, wenn der Chef persönlich die Marschroute und seine digitalen Ambitionen vorgibt und durchsetzt. Hierzu muss er wissen, wo er heute steht und morgen hinwill, ein eher iterativer Prozess als ein generalstabsmäßig geplantes Projekt, denn dieTransformation ist facettenreich, betrifft gleichermaßen die eigene Organisation wie auch ihr Umfeld, das bestehendeLeitungsangebot sowie künftige Produktbestandteile, Bereitstellungsformen und Services."