A laugh story.

13/03/2018

 

Sie ist rundlich, gedrungen und optisch eher unauffällig. Trotzdem würden sehr emotionale Menschen behaupten, dass sie Alexa lieben (die anderen finden sie zumindest gut). Denn sie tut, was man ihr sagt: recherchieren, einkaufen, Musik machen. Sie macht all das ziemlich fehlerfrei und in einer Art, die keinesfalls für Schlagzeilen sorgen könnte. Zumindest nicht für negative.


Bis sanfte Gemüter vor Kurzem fast schon in Panik ausbrachen wegen Nachrichten, die Alexa in die bedrohliche Nähe des unfassbar Bösen rückten. Der Grund: ein tatsächlich gruseliger, kehliger, sarkastischer Lachdreiklang, den Alexa ohne Aufforderung und stets im unpassendsten Moment ausstieß.

Ist Alexa womöglich die irdische Hülle des Leibhaftigen? Erste Geschichten machten die Runde, nachdem Alexas Körpergeruch an Pech und Schwefel erinnert. Dies stellte sich schnell als übertrieben heraus.

Wie zu erwarten war, wenn höllische Kräfte das digitale Paradies bedrohen, setzten sich Heerscharen von Ermittlern, Programmierern und Fullfillment-Agenten in Bewegung, um das Problem zu analysieren und die Hölle zur Hölle zu schicken.

Was selbstverständlich auch kurzfristig gelang.

Die Erklärung allerdings bringt so einiges an Meta-Ebenen mit sich. Alexa reagierte einfach nur auf das Wort ‚laugh’. Jedoch hörte sie ‚laugh’ auch, wenn von ‚love’ die Rede war (sic!). 

Ein solcher, manchmal sehr feiner Unterschied erschließt sich noch nicht einmal jedem Programmierer, woher also soll Alexa ihn kennen, deren Intelligenz garantiert künstlich ist und definitiv nicht emotional.

Was lernen wir von Alexa: In Zukunft die Liebe besser ausbuchstabieren. Problem gelöst.

 

 

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