Fakebook.

27/03/2018

 

Die politischen Aktivisten und Überlebenden des Amoklaufs an der High School in Parkland/Florida sind nun doch noch Opfer geworden. Opfer verleumderischer Fake News. Demnach sind Emma, David, Cameron und ihre Freunde in Wirklichkeit Schauspieler, die engagiert worden sind, um Unruhe zu stiften. Als Emma in einem kleinen Film für die Teen Vogue vor laufender Kamera eine Zielscheibe zerrissen hat, dauerte es nicht lange, bis ein technisch begabter Troll das Zerreissen der Zielscheibe in dem Filmchen durch das Zerreissen der ersten Seite der amerikanische Verfassung ersetzt hatte.

 

Beispiele für Fake News, alternative Fakten und Verschwörungstheorien kann man beliebig viele finden. Fakt ist, dass soziale Medien die Welle an Lügen und Verdrehungen, Fantasien und Beleidigungen auf ihren Plattformen einfach nicht in den Griff bekommen. Kein Wunder, sie hatten sich bisher noch nie wirklich für Inhalte interessiert (Nippel mal ausgenommen), sondern nur für die Daten der User und die smarten Möglichkeiten, damit Geld zu verdienen.

 

Doch das wird nun alles anders. Weniger wegen der Proteste von Opfern, Usern und Politikern. Sondern weil die Werbewelt es so will. Denn niemand möchte seine Seife in all diesem Schmutz bewerben. „Wir können nicht weiter eine digitale Lieferkette unterstützen, die in ihrer Transparenz kaum besser als ein Sumpf ist“, so Keith Weed, Marketingchef von Unilever. In erster Linie geht es hier um saubere Daten für Werbung in einer sauberen Umwelt. Aber dafür muss natürlich erstmal sauber gemacht und nichts unter den Teppich gekehrt werden. Für Facebook, Instagram, Twitter, Google, You Tube – um nur einige zu nennen – stehen Milliarden Dollar auf dem Spiel.

 

 

 

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