Das Paradies bekommt WLAN.

Zwischen zwei anstrengenden Meetings: für fünf Minuten ins eigene Paradis schauen. Etwas Entspannung zwischen Blutbuche, Apfelbaum und Eselsohr. Weiter hinten, fast in der Unschärfe, verharrt mein Pflanzroboter unbeweglich in seinem neuen Beet. Was macht er da gerade? Enter worksheet. Aha: er hat ausgerechnet, wieviel Wasser die Pflanzen nach dem Regen in der vergangenen Nacht heute brauchen und diese Information an die Sprinkleranlage weitergeleitet. Nun ist sein Bewegungssensor gerade auf Schneckenjagd.

Foto: Dagmar Dobrofsky

Langsam, aber beharrlich kreuzt der Rasenmäher die idyllische Ansicht auf dem Tablet. Moment. Wieso eigentlich muss der Rasen schon wieder geschnitten werden? Die Frage ist mit einem Blick in den Kalender schnell beantwortet: heute Abend haben wir ein kleines Gartenfest mit den Nachbarn geplant – der digitale Kalender hat den Rasenmäher auf den Termin hingwiesen.

Funktioniert per WLAN über Internet.

Wie übrigens auch die Haustürklingel und die Kamera, die soeben auf meinem Mobilphone im Büro anzeigt, wer vor der Tür steht. Der Briefträger. „Bitte legen Sie die Post auf den Terrassentisch. Danke.“

Smart gardening: Künstliche Intelligenz, Internet und WLAN sind das Paradies auf Erden. Natur ist überragend, großartig, wunderbar. Aber deshalb mach ich mir doch nicht die Hände schmutzig.

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