Grins!

23/08/2018

Nein, nein, bin schon wieder ernst. (Man hört ein gaaanz leichtes Prusten. Es kommt von meinem Kollegen, ich selbst bin extrem ernst.) Es gibt auch gar nichts zu lachen: jeder, der kurz vor den Sommerferien noch Nachhife nimmt, um vielleicht doch noch, so gerade eben, kurz vor dem Debakel, die Kurve zu kriegen, hat vollen Respekt verdient. Auch wenn es die Kanzlerin ist. Auch wenn sie seit Jahren über Notwendigkeit der Digitalisierung Deutschlands spricht. Auch wenn wir aufgrund ihrer bisherigen Leistungen im Hauptfach Digitalisierung wirtschaftich und technisch auf dem besten Weg sind, den Anschluss zu verlieren. Nicht nur an China, die USA oder eine andere Großmacht. Sondern an Estland. 

 

Foto: Dagmar Dobrofsky 

 

Da hilft wirklich nur noch Nachhilfe. Tatsache: Kanzlerin Merkel hat in den Wochen vor den Ferien jeden Sonntag mit einem kundigen Mentor viele Stunden lang den Stoff von Jahren nachgeholt.Niemand weiss, was Kanzlerin Merkel in dieser Zeit gelernt oder womöglich sogar begriffen hat. Eine erste positive Auswirkung: gestern wurde der Digitalrat der Bundesregierung offiziell berufen. Darin: zehn ausgewiesene Experten, Start-Up-Chefs, Wissenschaftler, Forscher, die zweimal im Jahr das Kabinett beraten sollen. 

 

Sehr optimistisch bin ich allerdings nicht. Warum nicht? Weil Katrin Suder, früher Staatssekretärin im Verteidigungsministerium, das Gremium leitet – sie hat bereits klar gemacht, dass sie nicht angreifen will, sondern verteidigen: eine Welt, wie sie die Bundesrepublik seit ihrer Gründung geprägt hat. 

 

Liebe Angela: das Klassenziel ist auch in diesem Jahr stark gefährdet.

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